Was sind Hörspiele
Hörspiele sind eine literarische Inszenierungen und weisen viele Parallelen zu Theater und Film auf. Es werden mithilfe von Sprechern und verschiedenen Toneffekten Geschichten vermittelt, wobei ähnlich wie beim Lesen, die Phantasie des Zuhörers gefragt ist, um sich die Details der Geschichte auszumalen.
Ursprünglich wurden Hörspiele über das Medium Radio übermittelt, später fand die Verbreitung auch durch Langspielplatten, Kassetten und CDs statt.
Das erste bekannte Hörspiel ist „A comedy of danger“, das im Jahr 1924 von der britischen BBC ausgestrahlt wurde. Im selben Jahr wurde mit „Senderspielgroteske“ das erste deutsche Hörspiel produziert. Für großes Aufsehen, sorgte in den USA 1938 das Hörspiel „War of the worlds“ das die Geschichte eines Angriffs durch Außerirdische erzählte. Das Hörspiel war derart realistisch gestaltet, dass zahlreiche Hörer in Panik gerieten einen echten Angriff befürchteten.
Besonders großen Erfolg feiern Hörspiele im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur. So erfreuen sich besonders Hörspiele die auf eine jüngere Zielgruppe abzielen in Deutschland großer Beliebtheit. Bekannte Beispiele sind z.B. Benjamin Blümchen, Die drei Fragezeichen oder TKKG. Die Geschichten werden hierbei häufig parallel sowohl als Hörspiel, als auch in Roman-Form herausgegeben. Hiervon abzugrenzen sind Hörbücher die in der Regel auf berühmten Romanen basieren. Diese werden meist nur von einem einzelnen Sprecher gelesen und weisen wenig atmosphärische Elemente wie Musikeinspielungen und Toneffekte auf.
Hörspiele sind in der Regel aufwendige Produktionen an denen mehrere Sprecher, ein Regisseur, ein Autor und diverse Redakteure beteiligt sind. Für die technische Umsetzung werden zudem noch Tontechniker benötigt. Bei großen Produktionen werden unter Umständen sogar Komponisten und Musiker engagiert.
Torsten Maue - torsten.maue@gmail.com