Schmuck – hergestellt aus Gold
Man sagt über Gold, dass es nichts Schöneres und Unvergänglicheres gäbe.
Verarbeitet zu Schmuck und reich verziert mit Edelsteinen stellt Gold dabei einen oftmals unschätzbaren Wert für seinen Besitzer dar. Außer für Schmuck wird Gold aber seit seiner Entdeckung und der Entdeckung seiner Verarbeitungsmöglichkeiten auch für die Verzierung von zahlreichen anderen Gegenständen verwendet. Als man den Wert von Gold dabei noch nicht so recht kannte, verwendete man Gold in der Regel hauptsächlich aus sehr praktischen Gründen – Gold ist nämlich korrosionsbeständig und seine gelbliche Farbe ist sehr schön anzusehen.
Ein derartiger Einsatz in Mitteleuropa von Gold lässt sich bis auf ca. 2100 v. Chr. zurückführen, wobei Funde dies belegen. Seine gezielte Gewinnung begann dabei wahrscheinlich in der Kupferzeit.
Neben für die Verwendung von Schmuck hatte Gold in Europa, Afrika und Asien aber auch eine sehr große Bedeutung für den Handel. Gold war dabei schon in der Antike ein Auslöser für Kriege und für Plünderungen. Ob nur für die Herstellung von Schmuck, oder aber um andere Gegenstände damit herzustellen, die Gier nach Gold ist immens groß – bis zum heutigen Tage. Gold schürfen war dabei etwas, was man auf allen Kontinenten versuchte. Goldfunde gibt es dabei heute noch in Südafrika, den USA, in Russland und in Australien, wobei für die Herstellung von Schmuck heute überwiegend Goldlegierungen verwendet werden. Gold mit anderen Metallen zu legieren war dabei bis ins 19. Jahrhundert verboten.
Der Feingehalt von heute als hochwertigem Schmuck aus Gold liegt bei 585, oder aber höher, bei 750, selten noch höher. Diese Wertigkeit wird insbesondere durch kulturelle und regionale Unterschiede beeinflusst. Es ist dabei so, dass auf dem amerikanischen Kontinent vorwiegend Schmuck aus Goldlegierungen mit 585 ‰ Goldanteil dominant ist, im Nahen Osten, wie in der Türkei, in Ägypten und den Ländern am Golf von Persien hingegen wird Schmuck aus Gold mit einem Feingehalt von 20 bis 22 kt (also 833–916 ‰) aufwärts bevorzugt.
Susan Mueller - ralf-richter1@gmx.de