Root Server, was ist das?

Im Internet werden unterschiedliche Dienste angeboten. Man kann Webseiten über einen Webbrowser abrufen, Daten von FTP-Servern herunterladen, gemeinsam mit anderen Leuten im Internet spielen und dabei einen Gameserver nutzen.

Für die Bereitstellung all dieser Dienste wird ein über das Internet verfügbarer Rechner benötigt. Dieser Rechner kann in der Firma oder in einem zentralen Rechenzentrum aufgestellt werden.

Bei der günstigsten Variante teilen sich bis zu 100 Webseiten einen Rechner in einem Rechenzentrum. Diese Möglichkeit ist günstig, aber für viele Firmenanwendungen nicht praktikabel. Die Leistungsfähigkeit und vor allem die Antwortzeiten der eigenen Seite sind schwer vorhersehbar, weil sie stark von der Auslastung durch die anderen Seiten abhängt. Bei mehreren stark besuchten Seiten pro Rechner kann die Leistung drastisch nach unten gehen.

Für gut besuchte Seiten bietet sich daher der Einsatz eines Rootservers an. Hier hat man quasi einen eigenen Rechner im Rechenzentrum stehen. Die Wartung und Aktualisierung muss man, wie beim Rechner daheim, selbst übernehmen. In der Regel werden Rootserver mit einer Auswahl von verschiedenen Linux-Distributionen angeboten. Die Aktivierung, wie auch der manchmal nötige Neustart des Servers, kann über das Internet mit einer Managementanwendung vorgenommen werden. Man kann also die Grundinstallation wählen, benötigte Zusatzsoftware wie Programmiersprachen und Programmbibliotheken müssen bzw. können selbst installiert werden.

Auf einem Root Server hat man zum einen die vollen Administrationsrechte und -pflichten, zum anderen befindet sich auf dem Rechner sonst kein weiterer Anwender. Allerdings muss man für die notwendige Aktualisierung der Software (Sicherheitspatches) selbst sorgen.

Einen Root Server kann man sich also vereinfacht ausgedrückt, wie einen eigenen Rechner im Nebenraum vorstellen.

Autor: Marco Frazzetta - info@greatweb.de

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