Gehalt ausrechnen

Es hört sich so schön an, wenn man vom Arbeitgeber eine Lohnerhöhung bekommt und sich der Bruttolohn nunmehr auf 3.000 Euro erhöht hat.

Steuerlich eingestuft ist man aufgrund der Tatsache, dass man nicht verheiratet ist und keine Kinder hat, in die Lohnsteuerklasse I. Des Weiteren kommt es noch darauf an, aus welchem Bundesgebiet man kommt, man nehme hier in diesem Beispiel mal einfach Nordrhein-Westfalen. Weitere Fragen, die in Bezug auf das Nettogehalt wichtig sind, ist die Krankenversicherung bzw. der Beitragssatz (hier einfach einmal 14,1%) sowie die Frage nach der Kirchenzugehörigkeit. Wenn man also auf einer Webseite mit einem Gehaltsrechner das Gehalt ausrechnen möchte, dann kann man dies mit diesen Angaben bereits vornehmen.

In diesem Fall soll das Gehalt 3.000 Euro betragen, der Beitragssatz bei 14,1% liegen und die Lohnsteuerklasse I vorliegen. Gibt man diese Eingaben in die Maske des entsprechenden Gehaltsrechners ein, so erhält man im Ergebnis, dass man monatlich 552,66 € an Lohnsteuer zu begleichen hätte, des Weiteren die Kirchensteuer mit 49,73 € sowie der Solidaritätszuschlag mit 30,39 € berechnet würden. Weiterhin werden für die Krankenversicherung 238,50 € angegeben, für die Pflegeversicherung 25,50 €, für die Rentenversicherung 298,50 € und letztendlich noch für die Arbeitslosenversicherung einen Betrag in Höhe von 63,00 €. Schlussendlich hätte man also einen Nettoverdient von 1.741,72 €.

Man kann also ruhigen Gewissens behaupten, dass ca. die Hälfte der entsprechenden Lohnerhöhung weg sein wird, wenn man in der Lohnsteuerklasse I ohne Kinder verweilt. Denn bei einem Bruttogehalt von 200,00 € weniger hätte man gerade einmal 100,00 € weniger netto herausbekommen. Wenn man also eine Lohnerhöhung erhält, sollte man dies bedenken, bevor man vor Freude schon eine Flachbildschirmfernseher bestellt oder Ähnliches. Dieser wird auch mit dieser Lohnerhöhung schwer zu finanzieren sein. Dennoch lohnt es sich natürlich für den Alltag, denn 100,00 € mehr haben oder nicht haben, das macht schon einen enormen Unterschied im täglichen Leben aus.

Autorin: Melanie Stein - m.stein@trendmile.com

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