Die Minikamera – eine Form der Videoüberwachung

Der Presse ist es zu entnehmen – Deutschlands Discounter sind vollgestopft mit Minikameras. Erst der Skandal eines des größten Discounters brachte es ans Licht – auch bei der Konkurrenz wird eine Videoüberwachung vorgenommen – und das nicht erst seit gestern. Die Discounter gestehen – bereits seit dem Jahr 2003 sind die Filialen mit Minikameras gespickt, um eine Spionage der Kunden und der Mitarbeiter vorzunehmen.

Zielsetzung der Videoüberwachung ist, die jährlich entstehenden Diebstähle einzudämmen. Das ist bei weitem noch nicht alles –eine Videoüberwachung durch eine Minikamera soll zudem auch für die Spionage der Mitarbeiter dienlich sein. Informationen „wie oft geht Herr Maier auf die Toilette oder wer redet während der Arbeitszeit mit wem“ landen in den Protokollen. Datenschützer und den Angestellten geht diese Videoüberwachung zu weit. Sie fordern einen Stopp der Minikameras.

Ein Discounter aus Neckarsulm reagierte prompt. Er kündigte an, die installierten Minikameras zu beseitigen. Alles soll zum Schutz der Kunden und der Mitarbeiter geschehen. Doch dem ist nicht so, denn Verbraucherschützer riefen die Kunden auf, diesen Discounter zu boykottieren. Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten. Innerhalb einer Woche war ein Umsatzrückgang zwischen 3-5 Prozent zu verzeichnen. Inwieweit andere Discounter folgen, die Minikameras zu entfernen, liegt noch in den Sternen. Aber wenn diese erstmal ins Kreuzfeuer der Regenbogenpresse geraten sind und Umsatzeinbußen zu verschmerzen sind, dann werden auch diese eine Videoüberwachung unterlassen.

Oliver Bunzheim

seoimagine@aol.com

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