Den schönsten Namen soll es tragen
Den schönsten Namen soll es haben, denn es ist etwas ganz besonderes, mein Kind. So denken werdende Mütter (und zunehmend auch Väter), manchmal auch Paare, die allein erst den Wunsch nach Nachwuchs hegen. Doch dieser leichthin gedachte Gedanke kann sich leicht zu einem Projekt ausweiten, zur Aufgabe werden, die schier unlösbar wird, denn…
International soll er sein, der Name. Was, wenn der Nachwuchs in Großbritannien studieren will? Wie wird man dort den Namen Heinrich (momentaner Favorit unseres Paares) aussprechen? Ist dieser Name überhaupt in Englisch aussprechbar? Und hier geht es nur um Europa, was wenn mein Kind in Dubai arbeiten wird?
Neben dem schön klingen, soll er zudem eine Aussage haben. Alte Namen wie Monika oder Regina, die hatten noch ihre Bedeutung (die Weise und die Königin), doch was ist z.B. mit Tanja?
Apropos Tanja,… So hießen ja unzählige Kinder die Anfang der siebziger auf dem Land geboren wurden und Anfang der 80er in die Grundschule gingen. Nein, ein Modename (Kevin?) soll es natürlich auch nicht sein, denn beim Rufen will man ja nicht gleich eine Horde an Kindern des gleichen Alters um sich scharen. Man sollte allerdings darauf achten, dass der Namen nicht zu ausgefallen ist, er muss zu dem Kind passen.
Und gefallen. Ja gefallen soll er ja nicht nur dem auswählenden Paar selbst, sondern auch später dem Kind und jetzt: der Schwiegermutter. Fürwahr keine leichte Aufgabe den schönsten Namen für seinen Schatz ausfindig zu machen, denn schöne Namen sind und bleiben eben doch und immer noch reine Geschmacksache.
Daniel Konrads hegoko@freenet.de