Das Mobiltelefon - der PC der Zukunft?
PC und Telefon gehen zusammen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Gerätetypen miteinander verschmolzen sein werden, zumindest für die meisten Anwender.
In Ansätzen hat dieser Prozess bereits stattgefunden: neue Geräte wie das iPhone oder das N95 von Nokia zeigen die Linie auf, aber auch Google Android und eine abgespeckte Version des Mozilla Firefox stehen in den Startlöchern, um künftige Handy-Telefone mit leistungsstarken und einfachen Benutzeroberflächen für den mobilen Interneteinsatz zu versehen. Mit Nokia hat ein großer Hersteller die Zeichen der Zeit erkannt und akquiriert nun gezielt kleine Ideenschmieden für das mobile Web-Erlebniss. Auf der anderen Seite der Technologiefront steht heute das Subnotebook, dessen Rechenkraft und Speicher die meisten Anwender wunschlos glücklich lässt. Diese Geräte werden schon heute zum telefonieren benutzt, günstig oder gar kostenlos via “Voice over IP” und nicht selten sogar mit Bildübertragung; eingebaute Webcams machen es möglich. Auch existiert schon länger die mobile Datenschnittstelle für das drahtlose UMTS-Netzwerk, und in vielen Städten entstehen flächendeckende öffentliche WLAN-Netze.
Mit der zunehmenden Geschwindigkeit der Datenleitungen werden wohl auch immer mehr typische Anwender-Applikationen ins Internet abwandern; schon jetzt stehen Tabellenkalkulation, Textverarbeitung und, etwa vermittels Firefox Add-On, große und teils auch kostenfreie Speicher zur Verfügung. Dies entlastet die zukünftigen Kleincomputer von Hardware-intensiven Anforderungen und erlaubt so schlankere Prozessoren, Festplatten und damit längere Betriebsdauer. Fehlen eigentlich nur noch geeignete Eingabegeräte und komfortable Bildschirme. Das iPhone macht vor, wie es gehen kann; “elektronisches Papier” der neuesten Generation, roll- oder faltbar, bequem und energieeffizient, könnte für den richtigen Genuss beim Surfen und Arbeiten von unterwegs aus sorgen.
Klaus-Martin Meyer km[ät]telefon.de