Castellina in der Toskana
Die Toskana lebt zum großen Teil von Tourismus und Landwirtschaft. Ausserhalb der größeren Städte ist kaum Industrie angesiedelt.
Eine Ausnahme macht Castellinia, ein kleiner Ort zwischen Florenz und Siena. Hier haben sich Düngemittelfabriken angesiedelt. Im Mittelalter wurde der zur florentinischen Seite gehörende Ort immer wieder von Siena belagert, im Jahr 1478 sogar eingenommen. Teile der mittelalterlichen Befestigung haben sich erhalten oder wurden beim Bau von Privathäusern mit einbezogen. Obwohl Mitten im Chianti gelegen, war Castellina nie eine Winzerstadt. Die Weinproduktion findet in den Villa Toskana der umliegenden Hügellandschaft statt.
Der Name Castellina bezieht sich auf das Schloß in der Stadtmitte, das heute die Stadtverwaltung beherbert. In der Nähe, nur fünf Kilometer entfernt in Fonterutoli, wurde 1208 der Mythis des Gallo Nero geboren, als dort Reiter aus Florenz und dem verfeindeten Siena aufeinander trafen.
Autor: Matthias Süß - suess@seo.ms