Bushido
Am 28. September 1788 in Bonn geboren, lebt Anis Mohamed Youssef Ferchichi, so der bürgerliche Name, heute in Berlin. Erst kürzlich erwarb er eine ziemlich bombastische Villa im Bezirk Zehlendorf.
Der Name „Bushido“ stammt aus dem japanischen und bedeutet soviel wie „Der Weg des Kriegers“. Bushido ist als „Skandal-Rapper“ bekannt, da die Lyrics seiner Lieder als gewaltverherrlichend, rechtsradikal und diskriminierend gelten. Das allerdings ist nicht wirklich in Einklang zu bringen mit seiner Herkunft: Bushidos Vater ist Tunesier, außerdem sind viele seiner Freunde und Rapper-Kollegen ausländischer Herkunft.
So wird ihm zum Beispiel vorgeworfen, dass seine Texte sehr frauenfeindlich sind, allerdings stellt Bushido in Interviews letztlich klar, dass es sich bei diesen Lyrics bestenfalls um Vergleiche handelt. Hauptsächlich unter Jugendlichen ist Bushido ziemlich beliebt, wobei mittlerweile auch eine Reihe von Erwachsenen in seine Texte reingehört haben und feststellten, dass er mit einigen Themen, siehe „Eure Kinder“, recht hat. Auch sozialkritische Themen greift Bushido auf, dies wird ganz klar, wenn man sich die Lyrics von „Augenblick“ und „Janine“ anhört. Sein Auftreten in der Öffentlichkeit lässt nicht – oder vielleicht auch gerade deshalb?! - vermuten, dass es sich um einen intelligenten jungen Mann handeln muss, Bushido besuchte das Gymnasium, was er allerdings aus beruflichen Gründen nach der 11. Klasse verließ.
Sein Lied „Es tut mir Leid“ enthält eine Hommage an seine Mutter, der er wohl in seiner Jugendzeit einigen Kummer bereitet haben muss. Alles in allem bleibt zu sagen, dass man besser nicht von dem Auftreten eines Rappers, von seinen Lyrics her auf dessen Charakter schließen sollte. Sicherlich fiel Bushido in der Vergangenheit häufig negativ auf, aber vielleicht ist es auch seine sicherlich ziemlich krasse Art, die Dinge beim Namen zu nennen, mit der leider einige Menschen nicht klar kommen.
Autorin: Silvia Kühn - kuehn@trendmile.com