Büroartikel – kaum gekauft, schon wieder weg!
Es ist verwunderlich für den Firmeninhaber: Kaum hat der oder die Verantwortliche neue Büroartikel gekauft, gehen einige wieder zur Neige. Wird in diesem Unternehmen so viel gearbeitet, dass pro Woche eine Tintenpatrone ausgeht? Die Mitarbeiter sind fleißig, aber das ist unmöglich, dass jede Woche der Bürobedarf neu gedeckt werden muss!
Dem Firmeninhaber kommt der leise Verdacht, dass einige Mitarbeiter sich ab und zu am Bürobedarf bedienen, um den privaten Bedarf zu decken. Nachweisen kann man niemandem etwas, aber wie könnte man vorbeugen, ohne dass darüber eine große Diskussion losgeht und jeder jeden verdächtigt?
Eine Möglichkeit wäre, dass man – besonders in kleineren Firmen – eine Liste aushängt, auf der den Mitarbeitern ermöglicht wird, Büroartikel für den Privatgebrauch mit zu bestellen. Bezahlt wird bei der Bestellung beim Verantwortlichen. Dadurch entstehen bei vielen Mitarbeitern Hemmungen, sich am Firmeneigentum zu bedienen, weil der Chef es erlaubt, dass man Büroartikel mit bestellen darf.
Eine zweite Möglichkeit ist das Führen einer Entnahmeliste. Eine vertrauensvolle Person führt eine Artikelliste und jeder, der Bürobedarf benötigt, muss sich bei diesem Mitarbeiter melden, der den Artikel dann aus der Liste streicht.
Diese Methode kann als Überwachung ausgelegt werden, aber wenn alles andere nichts mehr hilft, ist das eine Möglichkeit, Mitarbeiterdiebstähle zu vermeiden. Ansonsten hilft ein offenes Wort und ins Gewissen reden auch weiter – ohne Verdächtigungen zu erheben, versteht sich. Kein gutes Gefühl für einen Chef, einen Dieb unter den sorgfältig auserwählten Mitarbeitern zu wissen, und kein gutes Gefühl für die stehlenden Mitarbeiter, immer mit der Angst zu leben, jeden Moment gefeuert werden zu können.
Steffen Ehrlich - steffen[at]torstenmaue.net