Berufsunfähig kann jeder werden

Das Risiko der Berufsunfähigkeit wird meistens unterschätzt.

Viele Leute denken, dass sie dieses Schicksal sicher nicht ereilen wird. Statistisch gesehen wird allerdings jeder Vierte berufsunfähig, was dafür spricht, dass es doch jeden treffen kann. Berufsunfähig ist man genau dann, wenn man den ausgeübten Beruf aufgrund von gesundheitlichen Problemen nicht mehr ausüben kann.

So können beispielsweise plötzlich auftretende Allergien dazu führen, in seinem Beruf nicht mehr arbeiten zu können wie auch beispielsweise gerade in Handwerksberufen Verletzungen, die einen seine Hände nicht mehr so einsetzen lassen können, wie es für den Job notwendig ist. Im Gegensatz zur Erwerbsunfähigkeit kann man, wenn man Berufsunfähigkeit geworden ist, immer noch andere Berufe ausüben, weshalb das so genannte Verweisungsrecht innerhalb der Berufsunfähigkeitsversicherungen eine sehr große Rolle spielt. Diese Möglichkeit der Verweisung bedeutet, dass die Versicherungen einen an einen anderen Arbeitsplatz verweisen können statt die Berufsunfähigkeitsrente zu bezahlen.

Bei der abstrakten Verweisung darf man dabei beispielsweise an einen solchen Job verwiesen werden, der einem zumutbar ist, wobei man dabei gerade in seiner finanziellen und gesellschaftlichen Stellung nicht benachteiligt werden darf. Um im Ernstfall wirklich eine Berufsunfähigkeitsrente zu bekommen, sollte man beim Vertragsabschluß darauf achten, dass die Versicherung auf dieses Verweisungsrecht verzichtet, was mittlerweile bei sehr vielen Versicherern der Fall ist.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung macht großen Sinn, weil man dadurch einen Einkommensersatz in Form der monatlichen Rente bekommt, mit dem man die laufenden Kosten und den Lebensunterhalt bestreiten kann. Die Höhe des Beitrages für eine solche Versicherung wird besonders bestimmt durch die Risikoklasse des ausgeübten Berufes. Si ist beim Dachdecker das Risiko zum Beispiel höher als beim Bankkaufmann und daher wird der Handwerker in den meisten Fällen auch höhere Beiträge zahlen müssen als ein Büroangestellter. Weitere Kriterien, die eine Rolle bei der Preisgestaltung spielen, sind das Alter, der Gesundheitszustand sowie die Gefährlichkeit der Freizeitbeschäftigungen zu Vertragsbeginn.

Je jünger und gesünder man eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, desto geringer ist der zu erwartende Beitrag. Der Abschluss einer solchen Versicherung macht auf jeden Fall Sinn, weil vom Staat nur noch diejenigen im Falle der Berufsunfähigkeit unterstützt werden, die vor dem Jahr 1961 geboren worden sind. Alle jüngeren Personen müssen sich selber um eine Absicherung bemühen.

Von: Manuel Schulze e-mail:manuel.schulez@gmx.net

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