Bekannte Signaturverfahren bei der digitalen Signatur
Wir finden sie heute in vielen verschiedenen Bereichen – die Signatur.
Während sie etwa in der Informatik zur Kennzeichnung von Computerprogrammen oder Viren verwendet wird, hat sie etwa im Archivwesen eine ganz andere Funktion. Heute findet man den Begriff der Signatur aber auch im Druckwesen und auch in der Mathematik. Doch ungeachtet all der anderen Bedeutungen ist die Signatur heute vor allem als Unterschrift bekannt.
Als Unterschrift kann die Signatur etwa auf einem Bild eines Künstlers vorkommen – hier als Urheberangabe des Künstlers für sein Werk – doch auch bei E-Mails – hier meist bei der geschäftlichen Kommunikation – kommt die Signatur vor. Eine Form der Signatur in ihrer Bedeutung als Unterschrift ist die elektronische Signatur, die in der Datenverarbeitung eine Bedeutung hat, allerdings nicht mit der digitalen Signatur verwechselt werden sollte, denn während die elektronische Signatur ein rechtlicher Begriff ist, beschreibt die digitale Signatur ein mathematisches Verfahren.
Wie bei jedem anderen mathematischen Verfahren auch, so existieren natürlich auch für die digitale Signatur verschiedene Verfahren. Das am meisten eingesetzte digitale Signaturverfahren ist heute RSA, für das verschiedene Verfahren zum Auffüllen des Hash-Wertes verwendet werden können. Natürlich hat auch dieses Signaturverfahren Sicherheit zu bieten, denn diese basiert bei RSA auf der Schwierigkeit, große Zahlen in ihre Primfaktoren zu zerlegen. Darüber hinaus gehören heute auch die Schnorr-Signatur, DSA, die Pointcheval-Stern-Signatur, XTR oder auch die Cramer-Shoup-Signatur zu den heute verwendeten Signaturverfahren, die auf dem diskreten Logarithmus in endlichen Körpern basieren. Heute gibt es allerdings auch einige Signaturverfahren, die auf dem diskreten Logarithmus in elliptischen Kurven beruhen. Hierzu gehören etwa ECDSA, ECGDSA oder auch die Nyberg-Rueppel-Signaturen.
Steffen Ehrlich
steffen[at]torstenmaue.net